16 17 Das Evangeliar ist auf Pergament geschrieben und ist ein sehr frühes Zeugnis der Geschichte des Stiftes. Die Stifterin war eine Kanonisse mit Namen Emma, von der nicht viel bekannt ist. Es ist davon auszugehen, dass sie es nicht selbst geschrieben hat. Vielmehr dürfte es in ihrem Auftrag aus anderen Schreibstuben der damaligen Zeit nach Freckenhorst gekommen sein. Seite für Seite kann jede/r Besucher/in – Dank digitaler Technik – in der Stiftskammer das EmmaEvangeliar, ein Buch vom Ende des 10. Jahrhunderts, am Bildschirm duchblättern. Dazu gibt es Erläuterungen und kleine Geschichten. So wird die Kostbarkeit und Einzigartigkeit dieser Handschrift im Detail gegenwärtig. 2022: Das Emma-Evangeliar Diese Pietá, um 1500 in Westfalen geschaffen, stand stellvertretend für ähnliche Bilder und Skulpturen aus der Umgebung Freckenhorsts im Mittelpunkt der Ausstellung. Das Thema war die große Verehrung der Muttergottes in unserem Kulturraum. Mit großer Wahrscheinlichkeit war diese Pietá anfangs auch mit Reliquien ausgestattet und somit Gegenstand von Gebeten um Hilfe und Heil. Die Skulptur war viele Jahre an das Thiatildiskrankenhaus in Freckenhorst ausgeliehen, wurde anschließend restauriert und war in der Sonderausstellung zum ersten Mal wieder zu sehen. 2023: Mutter Maria
RkJQdWJsaXNoZXIy MzU1MzA=