Jubiläumsbroschüre

Die Geschichte des Stiftes Freckenhorst reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück; gegründet und gestiftet vom Grafen Everword. Die erste Stiftsgemeinschaft der adeligen Damen wurde geführt von einer Äbtissin, der Heiligen Thiatildis. Der Mittelpunkt der immer wieder baulich veränderten Gesamtanlage ist die Stiftskirche, ein monumentaler Bau, der mit den zugehörigen Gebäuden und den vielen Kunstschätzen von der ehemaligen Bedeutung des Stiftes erzählen kann. Diese Kirche wurde nach einem großen Brand unter der Äbtissin Geva als romanische Klosterkirche im 11./12. Jahrhundert wieder aufgebaut und 1129 geweiht. Mit ihren fünf Türmen ist sie weithin sichtbar. Nach Westen hin gibt es einen gewaltigen viereckigen Mittelturm, in dem sich die Glocken befinden. Daneben stehen zwei runde Türme mit Treppen im Inneren. Wie viele romanischen Kirchen hat die Stiftskirche ein breites Mittelschiff und zwei kleinere, niedrigere Seitenschiffe. Durch das Querschiff bildet der Grundriss ein Kreuz ab. Das heute erhaltene Kreuzrippengewölbe wurde unter der Äbtissin Maria von Tecklenburg im 15. Jahrhundert eingezogen. Die Nutzung der Anlage als Stift endete mit der Aufhebung aller Klöster zu Beginn des 19. Jahrhunderts, mit der Durchsetzung der Säkularisierung, also der Trennung von Staat und Kirche. Die Stiftsgebäude und die noch vorhandenen Schätze fielen in der Folge an die Kirchengemeinde von Freckenhorst. Stift Freckenhorst 3 2 Im ehemaligen Kreuzgang erinnert eine Zeittafel an die Abtissinnen des Stiftes.

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