22 23 Die Ausstellungsstücke in der Stiftskammer – prachtvolle Goldschmiedearbeiten, kostbare Handschriften, Steinfragmente von hohem künstlerischen Wert, mittelalterliche AlltagsGegenstände wie Türklopfer aus Bronze, seltene Textilien, ein eindrucksvolles Hungertuch – stammen aus einer Zeitspanne vom 11./12. bis ins 19. Jahrhundert und repräsentieren damit weite Strecken der Stiftsgeschichte. Die Kunstschätze haben über ihren materiellen Wert hinaus eine ideelle und religiöse Berdeutung. Viele der Goldschmiedearbeiten waren zum liturgischen Gebrauch oder zur Aufbewahrung der eigentlichen Kostbarkeiten, nämlich der Reliquien, hergestellt worden. Jedes Exponat gewährt Einblicke in die Mentalität, das Wertgefüge und tägliche Leben der geistlichen Frauen, die seit dem Mittelalter hier lebten. Dass die Ausstellungsstücke aus so unterschiedlichen Jahrhunderten stammen, zeigt, dass jede Generation der adligen Stiftsdamen immer wieder neu darum bemüht war, Schätze zur Verehrung Gottes fertigen zu lassen und zu finanzieren. Für eine begrenzte Zeit ist der Schrein der Heiligen Thiatildis nicht an seinem angestammten Platz in der Stiftskirche, sondern ganz nah zu sehen – im Mittelpunkt der Petrikapelle. 2026: Der Schatz von Freckenhorst
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