7 6 Herausragend aus den vielen Kostbarkeiten hat sich in der Kirche der Taufstein erhalten – beinahe 900 Jahre alt. Durch ein Schriftband wird die obere Zone, die Geschichte Jesu, der uns durch sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung Erlösung und Heil schenkt, getrennt von sechs gewaltigen Löwen, wohl Zeichen des Unheils. Ein Menschenkopf in ihrer Mitte strahlt trotz allem Ruhe und Zuversicht aus. Der Freckenhorster Taufstein Ein steinerner Kopf, Ansätze eines Bartes und einer Krone sind trotz des schlechten Zustandes erkennbar – möglicherweise ein sächsischer König. Die Krone lässt noch die klassische Form einer Bügelkrone erahnen, die aus einem Kopfreif und zwei sich auf dem Haupt kreuzenden Bügeln besteht. Unterfüttert waren diese Kronen mit einer Kappe – daher erkennen wir auch keine Haartracht. Besonders interessant ist das Motiv des x-förmigen Blattmusters auf dem Reif auf der rechten Kopfseite: Dieses begegnet uns nicht nur in der Petrikapelle auf den herausgebrochenen Kapitellen der Stiftskirche, sondern auch am Taufstein in der Freckenhorster Bonifatiuskirche. Diese stilistische Übereinstimmung zum Taufstein lässt die Forscher vermuten, dass der Kopf nicht nur zur gleichen Zeit wie der Taufstein entstanden ist, nämlich um das Jahr 1129, sondern auch in derselben Werkstatt. Ein Königskopf
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